Es ist ein geradezu himmlischer Anblick, der sich hinter dem Felsvorsprung auftut: feinster weißer Sand, kleine Büschel getrockneten Seegrases, helltürkises, glasklares Wasser. Keine Menschenseele – und das mitten in der Hochsaison.
Die letzten paar Meter des Abstiegs über Fels nehme ich in fast kühnen Sprüngen, und als die Turnschuhe endlich von den schwitzenden Füßen gestreift sind und die Zehen sich genussvoll ins zartweiche Körnchenbett eingraben, macht sich in mir ein sattes Bauchgefühl aus purem Stolz breit. Ich habe das Paradies entdeckt – oder zumindest ein Stück davon.
Rund 550 Kilometer lang ist die Küste Mallorcas und reich an den schönsten Buchten, die man sich nur vorstellen kann. Dass es dennoch durchaus viele Menschen gibt, die die langen Sandstrände des Es Trenc, der Playa del Muro oder der Playa de Palma den Badebuchten vorziehen, ist oft damit begründet, dass es auch in den Calas im Sommer sehr schnell sehr voll werden kann: Denn viele dieser Küsteneinbiegungen auf Mallorca sind sehr kleine Buchten.